Neuigkeiten

Die Geschichte

Die neuen Fürsten.

Die Mitglieder

Fotoalbum

Fürschte - Treffen

Unsere Links

Kontakt

Gästebuch

Termine

Die Geschichte
 
Über das "Fürstentum Klafeld Geisweid", wie man es auch als Markenzeichen schon seit einigen Jahren an den hiesigen Autos sieht, und wie "Fürschte" wurden was sie sind, sei schnell erzählt.
 
 
 
Wenn im Siegerland von Klafeldern die rede war, dann hieß es früher nur "de Kloawender Fürschte" Das ist eine Bezeichnung, die nicht die Klafelder selbst erfunden haben. Und die eigentlich auch keine Auszeichnung ist.
Sie entstand kurz vor dem ersten Weltkrieg für einen kleinen Kreis junger Burschen aus Dillnhütten, die mit viel Sonntagsgeld in der Tasche und vornehm angezogen wie die Fürsten, in der Umgebung die Lokale, in denen junge Leute zu Tanz und Unterhaltung zusammen kamen, unsicher machten. Nach dem ersten Weltkrieg schlossen sich auch Klafelder junge Burschen in gleicher Aufmachung und ebenso viel Taschengeld den Dillnhüttern an.

 

 

Diese "Fürsten" erschienen dann nicht nur in den Tanzlokalen, sondern besonders auf den Plätzen, wo die Klafelder Fußballmannschaft spielte. Bald hieß es nicht nur von diesen Burschen, sondern auch von den Fußballern:
"De Fürschte komme".
Die Zeitungen nahmen das natürlich sofort auf und so dauerte es nicht mehr lange , bis für die Siegerländer alle Klafelder Fürsten waren.

 

 

 
 
 
 
 

Die Bezeichnung blieb. Und die Klafelder selbst haben sich nicht nur daran gewöhnt, sondern in jüngster Zeit sogar kultiviert.

1976 wurde von 10. bis 12. September mit großem Trara und vielen interessanten Veranstaltungen das
1. "Kloawender - Fürschte - Fest"
gefeiert!
Dazu war das obengenannte Emblem "Fürstentum Klafeld in Geisweid" geschaffen worden. 1979, im Zuge der 900 Jahrfeier von Klafeld, wurde dann das  2. Fürschtefest abgehalten.
 

 

Bis zum Anfang des Jahres 1988 wurde es dann ruhiger im Fürstentum. Am 13. Januar 1988, es war ein Mittwoch, entschloss sich ein selbsternannter Oberfürscht bei einer Gründungsversammlung im Haus der Vereine die neue Generation der "Kloawender Fürschte" ins Leben zu rufen.

 

 

 

        

 

 

 

 

 

 

 

13. Januar 1988        20.°° Uhr  

 

         Ordentliche Gründungsversammlung  

„De Kloawender Fürschde“ im „Haus der Vereine“ !

Zur Gründungsversammlung war von Klaus Kuhl eingeladen worden.

„Mir wonn zesamme hale, ech mache met.“

 Diese Worte setzte er als Leitgedanken und Motto über diese Versammlung.

 

Anwesend waren:   Klaus Kuhl, Ulrich Beilborn

 Peter Fajer,  Karl-Heinz Haas,   Otmar Haas        Manfred Kirsch,   Jürgen Schicke,   Walter Höfer

                   Alfred Hippenstiel

 Als Interessierter war erschienen: Manfred Kuly

Verhindert waren: Uwe Grüdelbach,   Siegbert Ulrich,      Günter Nau,

 Klaus Kuhl erklärte noch einmal ausführlich Sinn und Zweck, dieser von ihm, mit diesem 2. Treff in`s Leben zu rufenden Gemeinschaft, die Tradition und Heimatbewusstsein pflegen soll.

Er hatte einen „Fürschdehot“ (Melone) als Muster mitgebracht und die Anwesenden erklärten mit ihrer Unterschrift ihre aktive Mitwirkung im „Fürschdekreis“.

Mit ihrer Unterschrift beurkundeten sie gleichzeitig den Kauf des Fürschdehotes einschließlich „Repräsentationsstab“ und Fliege.

 

Der Repräsentationsstab soll vorläufig dem Erwerber nicht als Eigentum gehören, sonder über eine noch festzulegende Zeitspanne Gemeinbesitz des Fürschdekreises bleiben. Die vorläufigen Kosten von DM 150,- werden von jedem Mitglied selbst getragen. Das Erscheinen in ansprechender Kleidung – graue Hose, schwarzes Jackett, weiße Handschuhe – ist wünschenswert. Eine rege Diskussion über Sinn und Zweck des Fürschdekreises, angemessene Kleidung, öffentliche Auftritte etc. , verlief ruhig und sachlich. Unter anderem ist auch ein Treffen der Mitglieder in bestimmten Abständen geplant, um die Gemeinschaft zu festigen.

 

In den geschäftführenden Vorstand wurden einstimmig gewählt:

 1. Vorsitzender:      Klaus Kuhl

2. Vorsitzender:      Manfred Kirsch 

1. Schriftführer:      Alfred Hippenstiel

 Offizieller Schluß der Gründungsversammlung war um 21.45 Uhr.

 

Der nächste Treff wurde auf den 27. Februar 1988 um 15.00 Uhr festgelegt.

 

 

 

 

 

Das ist die original Niederschrift des  1. Schriftführers Alfred Hippenstiel im Bericht und Aufzeichnungsbuch  Fürschdekreis „De Kloawender Fürschde“.

Von Januar `88 bis Februar `89 schreibt Fürschd Alfred in seinen Aufzeichnungen immer von den Fürschden mit D wie Dora. Warum er ab dem Berichtszeitraum 20. Februar 1989 nun plötzlich Fürschte mit T wie Tango schreibt, ist nicht überliefert.  Am 10. Juni `89 endet auch die Bezeichnung „Fürschdekreis“ . Der 1. Vorsitzende Klaus Kuhl bezeichnet die Mitglieder auf der Seniorenfeier im Feuerwehrgerätehaus zum ersten mal mit

  „Gemeinschaft der Kloawender Fürschte“.

---------------------------------------------------------

In den folgenden Jahren wuchs der Verein bis auf eine Mitgliederzahl von 15 aktiven Fürsten an. Auch die Pflege der Gemeinschaft wurde großgeschrieben. So reisten die Fürsten im März 1989 in vollem Ornat (graue Hose, schwarzes Jackett, graue Fliege und weiße Handschuhe) zu einem Besuch des NRW-Landtags nach Düsseldorf. Als einer der „Kloawender“ im Landtagsgebäude den Kontakt zur Gruppe verlor, wurde er gefragt, ob er von einem Beerdigungsinstitut geschickt sei. 

Auch das WDR Fernsehen rückte die Fürsten bei seinem Bericht über die Landtagsaktivitäten ebenfalls ins Bild und bezeichnete die Gäste aus Klafeld als neue „Melonenpartei“.  

Im Juni `89 fand auch die erste Seniorenfeier im Feuerwehrgerätehaus statt.  8 Weitere sollten folgen.  Am 4. August 1990 wurde das erste Straßenfest (heute Fürschtefest) in der Sedanstraße begangen. Bis heute findet jedes Jahr am ersten Wochenende im August dass traditionelle Fürschtefest für jedermann statt. Diese Veranstaltung ist seit eher, trotz Livemusik der Siegener Stadtmusikanten sowie der Band Yellow Horses u.s.w., immer noch Eintrittsfrei zu besuchen.

Die „Gemeinschaft Kloawender Fürschte“ besteht heute noch aus 9 aktiven und 18 passiven Mitgliedern. Mehrere Auftritte bei Heimatvereinen und Festzügen im Siegerland wurden in der Vergangenheit bewältigt. Zu vier Schützenvereinen, Herzhausen, Alchetal, Klafeld Geisweid, Wenschtschützen und einem Bürgerschaftsverein aus Mettingen (Niedersachsen) sowie dem VfL Klafeld Geisweid werden intensive Freundschaften gepflegt.

Klaus Kuhl, der 1988 zur Gründungsversammlung eingeladen und zum 1. „Oberfürscht“ gewählt wurde, behielt sein Amt als 1. Vorsitzender bis 2006, wo er dann zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Auch heute ist er noch kräftig im Verein tätig. Die Jahreshauptversammlung im April 2006 erwählte Michael Lietzke zum 2. "Oberfürscht" in der Vereinsgeschichte. Ab Mai 2009 führt nun der        3. "Oberfürscht" die Geschicke des Vereins. Sein Ziel ist, die Gemeinschaft wieder größer werden zu lassen.

Über neue Mitglieder, die die heimischen Dialekte und das traditionelle Leben pflegen möchten, freuen sich die Kloawender Fürschte stets.

 

23. Mai 2009          Norbert Birkelbach,  Schriftführer .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 1997 gibt es auch das sogenannte                           Fürschte-Leed.

Anhören und weiteres finden Sie unter der Rubrik "Gästebuch"

 

 

[Neuigkeiten] [Die Geschichte] [Die neuen Fürsten.] [Die Mitglieder] [Fotoalbum] [Fürschte - Treffen] [Unsere Links] [Kontakt] [Gästebuch] [Termine]